Zweisprachigkeit in Theorie und Praxis

Exkursion des Grundkurses Niederländisch der Jahrgangsstufe 11 nach Brüssel


Gemeinsam mit dem Grundkurs Französisch der Q2 machte sich der Grundkurs Niederländisch der Q1 am Montag, den 24. März sehr zeitig auf in Belgiens Hauptstadt: Brüssel. Die Hauptstadt Europas ist nämlich Heimat zweier Sprachen: Französisch und Niederländisch – entsprechend ein Ziel für beide Sprachengruppen und eine gute Gelegenheit, fernab des Klassenzimmers die erlernten Fähigkeiten einmal in echten Situationen zu nutzen.


Nach einer angenehmen Anreise ohne Staus erhielten die Schülerinnen und Schüler den Auftrag zu untersuchen, wie es um die vielzitierte Zweisprachigkeit in Brüssel bestellt ist. Hintergrund dessen war die derzeitige Unterrichtsreihe in der Jahrgangsstufe 11  „Aktuelle Diskussionen um den Sprachenstreit in Brüssel“. Im Unterricht wurde anhand verschiedener Texte, Reportagen und Artikel immer wieder die Problematik der offiziellen Zweisprachigkeit und ihrer Umsetzung in Brüssel und einigen faciliteitengemeentes (das sind offiziell zweisprachige Gemeinden in Flandern, dem nördlichen niederländischsprachigen Teil Belgiens) thematisiert und diskutiert.


Mit selbst erstellten Fragebögen ging es los und die erste Hürde war zu nehmen: Fremde Menschen zu ihren Erfahrungen mit der Zweisprachigkeit in Brüssel interviewen. Dies erwies sich als nicht ganz leicht, denn viele Menschen, die an diesem Tag dort unterwegs waren, sprachen leider kein Niederländisch. Eine erste interessante Erkenntnis, wie der Kurs später feststellte. Es fanden sich jedoch noch einige freundliche und zugleich niederländischsprachige Brüsseler, die gerne Rede und Antwort standen. Neben der Anwendung der Sprache konnten die Schülerinnen und Schüler zugleich lernen, wie empirische Untersuchungen mit Fragebögen und deren Auswertung funktioniert.


Zusätzlich bot sich in der verbliebenen Freizeit die Möglichkeit einige nahegelegene Sehenswürdigkeiten anzusehen, die hervorragende Küche Belgiens zu kosten oder eine bekannte Einkaufsstraße zu besuchen. Nach einigen Stunden und um viele Eindrücke reicher traten wir den Heimweg an und erreichten gegen frühen Abend Moers.

Regelmäßige Exkursionen sind Bestandteil des Niederländischunterrichtes am GREM und so freuen sich die Schülerinnen und Schüler bereits auf ihren nächsten Ausflug zu unseren niederländischsprachigen Nachbarn: Tot ziens!

R. Teige