Auftakt des Interreg-Projekts „Nachbarsprache – Buurcultuur“ am GREM

Am 04.06.2018 startete nach einiger Planungszeit das Interreg-Projekt „Nachbarsprache – Buurcultuur“ am GREM mit dem Besuch eines Oberstufenkurses Deutsch des Willibrord Gymnasiums in Deurne (NL). Das GREM ist dabei eine von mehreren Schulen, die im Rahmen dieses mehrjährig angelegten Projektes ein Austauschprogramm durchführen, welches von den Universitäten Duisburg/Essen und Nijmegen wissenschaftlich begleitet und finanziell unterstützt wird. Teilgenommen haben an dieser ersten Begegnung der Grundkurs Niederländisch der Q1, welcher sich durch überdurchschnittlich gute Leistungen diese Pilotteilnahme verdient hat.

Die Begegnung bestand aus zwei Tagen, an denen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam kleine Kennenlern- und Erkundungsspiele durchführten und an einem Projekt arbeiteten. Die Zielsprache war dabei in Moers natürlich Deutsch, in Deurne Niederländisch. Alle Schülerinnen und Schüler kamen mit diesen beiden Sprachen auch prima zurecht, sodass Englisch als Hilfssprache praktisch nicht verwendet wurde. 

Bei der Stadterkundung ging es darum, besonders landestypische Dinge ausfindig zu machen und zu fotografieren. Das wurde in beiden Ländern gemacht, sodass man in der in Deurne stattgefundenen Präsentation die kleinen und großen kulturellen Unterschiede zwischen den beiden Nachbarn deutlich zu sehen bekam. Die Schülerinnen und Schüler bekamen dabei auch von den Mitarbeiterinnen der Uni Nijmegen, die uns an beiden Tagen begleiteten, großes Lob für ihre kreativen Umsetzungen und sehr guten Sprachkenntnisse. Die niederländischen Schüler wunderten sich beispielsweise über die zahlreichen Brotsorten in unseren Bäckereien, während unseren Schülern auffiel, dass man in den Niederlanden nicht in Fahrtrichtung parken muss. 

Die zweite Tagesaufgabe bestand darin, ein Foto-Memory zu erstellen, welches künftig als Lehrmaterial im Fremdsprachenunterricht genutzt werden kann. Hier wurden immer Fotopaare gefunden, z.B. ein deutscher und ein niederländischer Briefkasten, woran auch wieder die landestypischen Aspekte deutlich werden. Auch dies ist ein Ziel des Projektes: Nachhaltige Ergebnisse aus den Begegnungen für weitere schulische Arbeit nutzen zu können.

Abschluss war der Besuch des Technikmuseums in Eindhoven, welches vom bekannten Elektronikbetrieb Phillips betrieben wird. Dort durchliefen die Projektteilnehmer selbstständig eine iPad-Tour in Kleingruppen. Am Ende beider Tage wurde das Programm und die Durchführung evaluiert, sodass auch die Projektplaner für die nächste Runde gelungene Punkte übernommen und andere Dinge noch verbessert werden können. 

Im Schuljahr 2018/2019 wird dann für den Grundkurs erneut eine Begegnung stattfinden und erstmals wird das Projekt in seinem zukünftigen Turnus ab der Jahrgangsstufe 9 im Bereich des Differenzierungskurses Niederländisch mit einem mehrtägigen Austausch gestartet. Wir freuen uns auf die nächste Runde!